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Die Zucht von Alpakas

Die Geschlechtsreife der Alpakas richtet sich nach ihrem Geschlecht. Stuten werden zwischen 12 und 18 Monaten geschlechtsreif. Das erste Mal werden Alpakastuten mit frühestens 16 Monaten gedeckt. Alpakahengste werden mit 18 Monaten bis zu 3 Jahren geschlechtsreif. Um die Entwicklung der Hengste nicht einzuschränken sollten man sie frühestens mit 2,5 Jahren als Deckhengste einsetzen.

Alpaka Fohlen werden jährlich geboren. Eine Stute trägt 11,5 Monate und bekommt im Regelfall ein Fohlen. Bei der Geburt wiegen neugeborene Alpakas um die 8 Kilo. In Europa liegt die Aufzuchtrate bei 90 Prozent. In Südamerika lediglich bei rund 33 Prozent aller Neugeborenen.
Alpakageburten laufen im Regelfall problemlos ohne die Hilfe von Menschen ab. Die Nabelschnur reißt automatisch bei der Geburt, sollte aber zur Sicherheit desinfiziert werden.
Kurz nach der Geburt macht das neugeborene Alpakafohlen seine ersten Schritte. Das neugeborene Alpaka muss am ersten Tag zwingend mit Kolostralmilch versorgt werden. Kolostralmilch (oder Kolostrum) produziert die Alpakastute unmittelbar nach der Geburt. Die Milch enthält Antikörper, welche die Abwehrkraft des Jungtiers stärkt. Die Nachgeburt erfolgt nach 2 bis 3 Stunden.
Geburten finden bei Tageslicht statt, meistens am Vormittag bis frühen Nachmittag im Schutz der Herde. Dies hilft dem Fohlen von der Sonne getrocknet und gewärmt zu werden. In unseren Breitengraden werden die Stuten mit dem Fohlen gerne von der Herde getrennt. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Stute Sichtkontakt zur Herde hat. Als Herdentier fühlt sich ein Alpaka ohne Sichtkontakt unwohl. Im Winter kann man Fohlen ein Mäntelchen anbieten um sie warm zu halten. Neugeborene sollte man abtrocknen, wenn zum Zeitpunkt der Geburt keine warmen Temperaturen mit viel Sonne herrschen.

Nach 2 Wochen ist die Stute wieder bereit aufzunehmen und lässt den Hengst gewähren. Alpakas können das ganze Jahr gedeckt werden.

Sollte die Alpakastute keine Kolostralmilch haben, kann man versuchen das Fohlen bei einer anderen Stute säugen zu lassen. Alternativ kann man Muttermilch von Ziegen oder Schafen verwenden.

Bei der Flaschenaufzucht muss das Jungtier 6 bis 8 mal am Tag die Flasche angeboten bekommen. Durch die regelmäßige Gewichtskontrolle in der ersten Zeit stellt man sicher, dass das Fohlen (Cria) auch gut zunimmt.